Jusos Potsdam

CDU Kandidatin Saskia Ludwig und ihre Nähe zur AfD

Saskia Ludwig (CDU) und Alexander Gauland (AfD): Eine schöne deutsche Freundschaft

In der Vergangenheit fiel die CDU-Landtagskandidatin Saskia Ludwig wiederholt nicht nur durch ihre inhaltliche Nähe zur AfD auf, auch personell scheint sie in der rechtpopulistischen bis rechtsradikalen Partei einige Freund*innen zu haben. In einem Interview mit Alexander Gauland (AfD) im Jahr 2017 artikuliert sie offen ihren Wunsch und meint: „Ich hätte mir gewünscht, dass auch ein Alexander Gauland in unserer Partei geblieben wäre.“ Wenn man sich die rechtsradikalen Äußerungen von Herrn Gauland anschaut, fragt man sich, wie Frau Ludwig das mit den oben dargestellten christdemokratischen Grundwerten vereinbaren kann. Genau jener Politiker ist es, der die damalige Integrationsstaatsministerin Aydan Özuğuz (SPD) „in Anatolien entsorgen“ wollte. Die von Rassismus durchtränkte Sprache Alexander Gaulands ist nur schwer zu ertragen und lässt sich an zahllosen weiteren Beispielen belegen. Trotzdem sehnt sich Ludwig in der Jungen Freiheit nach ihrem Nazi-Freund zurück, wenn sie feststellt:

„Wären Sie und andere in der Union geblieben, lieber Herr Gauland, wären die Konservativen dort heute schon sehr viel weiter.“

Vielleicht sollte man Frau Ludwig an ihren derzeit vielerorts auftauchenden Infoständen mal mitteilen, dass die Zeit zwischen 1933 und 1945 genauso weit entfernt vom Konservatismus war, wie die AfD von der Demokratie. Doch offensichtlich genießt Ludwig die Beziehung zu ihren AfD-Freund*innen und teilt auch offen und ungeniert ihr rassistisches Weltbild. Im selben Interview aus der Jungen Freiheit vom März 2017 heißt es:

„Ihnen ist klar, dass wenn jeder der hier lebt, das Wahlrecht bekommen sollte, es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch bei uns Extremismus und Terrorismus vermehrt an der Tagesordnung sind?“

In AfD-Kreisen gilt diese Frage als rhetorisch, denn sie alle haben längst verstanden, dass die DNA von Menschen ohne deutschen Pass sie vermehrt zu Kriminellen macht. Oh maaaaan!

Weitere AfD-Verbindungen

Doch nicht nur von Gaulands „Prinzipientreue“ ist Ludwig begeistert, auch der jetzige AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer scheint es ihr angetan zu haben. Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 ließ sie über die sozialen Medien verkünden: „Endlich ein richtiger Mann im Wettbewerb um WK 61!“ und gratulierte dem AfD-Mann. Es ist jener „richtige Mann“, der den ehemaligen Vorsitzenden der AfD-Jugend in Brandenburg als Mitarbeiter verpflichtete. Von dessen Mitgliedschaft in diversen rechtsextremen Organisationen und den nachweislich intensiven Verbindungen zur rechtradikalen „Identitären Bewegung“ wusste man sicherlich nichts. Auch zu dem mittlerweile nicht mehr AfD-Landtagsabgeordneten – Steffen Königer – suchte Ludwig den Kontakt. In gemeinsamen Podiumsdiskussionen verstand man sich blendend und auf dem AfD-Neujahresempfang durfte sie dann natürlich nicht fehlen.

Veranstaltung mit Hans-Georg Maaßen

Die Brandenburger AfD spricht in ihrem Wahlkampf gerne von der „Einengung des Meinungskorridors“. Diese Position scheint nicht sonderlich weit von der Saskia Ludwigs entfernt. Anfang August nahm sie an einer Veranstaltung mit dem umstrittenen Ex-Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen teil. In ihrer anschließenden Videobotschaft auf Facebook schwärmt sie: „Man hat an der Maaßen-Veranstaltung gesehen, dass wir Leute erreichen, die wir sonst nicht erreichen.“ Interessant ist, welche Zielgruppe Frau Ludwig da erreichen möchte. Die Veröffentlichung einer Datenanalyse auf Netzpolitik.org brachte erst vor wenigen Tagen ans Licht, dass Twitter-Follower von Maaßen fast ausschließlich rechte oder rechtsradikale Accounts retweeten, aber so gut wie keine CDU-Accounts. Im Netz ist Maaßen bereits zu einer Ikone der (neuen) Rechten aufgestiegen. Die angestoßene Debatte über einen Ausschluss Maaßens aus der Union ist für Ludwig eine „nicht hilfreich[e] […] Botschaft“. Ferner stellt Ludwig fest: „[…] entweder gilt die Meinungsfreiheit […] oder sie gilt nicht.“

Fazit

Anstatt gemeinsam mit demokratischen Kräften gegen die hetzende und spaltende AfD vorzugehen, biedert sich Saskia Ludwig bei AfD und Co. an. In einem jüngst veröffentlichten Video auf Facebook resümiert sie: „Wenn es den September 2015 so nicht gegeben hätte, dann hätten wir nicht die Spaltung der Gesellschaft, so wie wir es gerade erleben.“ Schade, dass Frau Ludwig das Mittel, auf dem die Politik der AfD aufbaut – nämlich Spaltung und Hetze – nicht erkennt und durch ihre ständigen mehr oder weniger direkten Verbindungen zwischen Geflüchteten und angeblich nicht vorhandener Sicherheit, dieses gesellschaftliche Klima befeuert. Nicht 2015 ist der Grund für die Spaltung der Gesellschaft, sondern Politiker*innen, wie Saskia Ludwig.

Deshalb:

Zeigen wir gemeinsam Populist*innen die rote Karte. Wir wollen EIN BRANDENBURG, das niemanden gegeneinander aufhetzt oder gegeneinander ausspielt. Wir wollen EIN BRANDENBURG, das gerechte Chancen für alle bietet. Wir wollen EIN BRANDENBURG, das Politik für die Menschen macht und dabei nicht rechten Hetzer*innen auf den Leim geht. Du willst das auch? Dann einfach am 1. SEPTEMBER UWE ADLER und die SPD wählen!